Im Jahre 1806 wurde hier in der Oberstraße 30 das Amtszivilgefängnis durch den nassauischen Fiskus errichtet. Für die damalige Zeit war es ein recht komfortables Gefängnis. Die Insassen wurden von einem Tagelöhner betreut.

Er rasierte die Gefangenen einmal wöchentlich und stopfte die Matratzen einmal im Monat mit frischem Stroh. Seine Frau kochte das Essen und wusch die Leib- und Bettwäsche. Nebenbei plauderte sie über die täglichen Neuigkeiten. Eine Gefangenenration bestand täglich für Männer aus einem halben Liter Wein oder einem Viertelliter Branntwein, für Frauen aus einem Viertelliter Wein.